Deutsche Meisterschaft
20. August 2010 – 22. August 2010, Burg auf Fehmarn/GER
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„Alles ist in Erfüllung gegangen“
FEHMARN (lb) -
Ein außergewöhnlicher Austragungsort war Fehmarn für die Bogenschützen, die
ihre deutschen Meister drei Tage lang auf der Sonneninsel ausschossen. Denn
erstmalig auf einer Insel wurden die Deutschen Meisterschaften ausgetragen
und erstmals in Schleswig-Holstein.

© Lars Braesch
Über 700 Schützen hatten insgesamt an der Deutschen
Meisterschaft teilgenommen, die der ESV Insel Fehmarn ausgerichtet hat.
Trotz des böigen Windes, auf den sich die über 700 Teilnehmer einstellen
mussten, zeigten die Schützinnen und Schützen auf dem Wisserplatz teils
sensationelle Leistungen. Für die Zuschauer, die zum ersten Mal Bogensport
auf dem höchsten nationalen Niveau erlebten, war es beeindruckend, wie die
Technik und das Können der Sportler es möglich machen, einen Pfeil fast von
Seitenlinie zu Seitenlinie des Sportplatzes meist ins Gold der Scheibe zu
platzieren. Doch nicht nur der Sport war erstklassig.
„Alles ist in Erfüllung gegangen, was wir uns gewünscht haben. Es war
eine kompetente Ausrichtung, die Gastfreundschaft war toll und das Wetter
spielte mit“, richtete der Bogenreferent des Deutschen Schützenbundes (DSB),
Klaus Lindau, ein dickes Lob an den kleinen Eisenbahner Sportverein (ESV)
Insel Fehmarn. Seit 2008 war der DSB in Kontakt mit dem ESV, der sehr früh
mit der Öffentlichkeitsarbeit begann. Das zeigte Wirkung und zahlte sich
aus. „Viele Schützen sind früher angereist oder haben ihren Aufenthalt auf
Fehmarn verlängert, um die Meisterschaft mit einem Urlaub in einer
touristischen Hochburg zu verbinden“, so Lindau weiter. „Die Zusammenarbeit
mit dem Schulträger hat sehr gut funktioniert, so hatten die Schützen auf
Fehmarn sehr gute Bedingungen. Auch hat der Verein es verstanden, die Medien
zu aktivieren“, erklärte Lindau abschließend. Hochzufrieden waren auch die
Ausrichter. „Es ist ein klarer ESV-Erfolg“, so Organisator Florian
Rietzrau. 80 Helferinnen und Helfer sorgten Hand in Hand für einen
reibungslosen Ablauf der Meisterschaften. Es war eine beispiellose
Logistikaufgabe, die die Ehrenamtler mit viel Engagement erledigten. Die
Verpflegung nahm der Verein selbst in die Hand. „Die Deutschen
Meisterschaften waren ein sehr schönes Highlight für den ESV, das I-Tüpfelchen
der letzten Jahre“, freute sich Rietzrau. Der Ausrichtung einer
Europameisterschaft, wie es ESV-Vorsitzende Werner Koop auf der
Eröffnung als nächstes Highlight verkündete, erteilte Rietzrau eine klare
Absage: „Das wäre zehn Hausnummern zu groß für uns“. Hier müssten 120
Scheiben nebeneinander aufgestellt werden.
Der ESV hatte sich ganz auf die Ausrichtung der Meisterschaften
konzentriert und sich mit seiner Mannschaft aus der Verbandsliga
zurückgezogen. „Dort wollen wir im nächsten Jahr wieder durchstarten“,
erklärte Rietzrau. Den sechsten Platz des Griebeler SV bewertete Rietzrau
als ein bisschen enttäuschend. Doch die Mannschaft um Volker Sieber, Stefan
Dost und Willy Broders habe gezeigt, dass sie mit den besten Schützen aus
ganz Deutschland mithalten können. Mehr Freude herrschte beim Organisator,
der gleichzeitig auch als Kreisbogenreferent aktiv ist, über die
Silbermedaille von Volker Sieber in der Altersklasse (45 bis 55 Jahre). Der
60-jährige Griebeler hätte schon längst in der Seniorenklasse schießen
können, doch er wollte noch einmal in der Altersklasse angreifen, was ihm
mit 616 Ringen auch eindrucksvoll gelungen ist. Trotz der
Konkurrenzsituation bei den Bogenschützen herrschte an allen drei Tagen eine
familiäre Stimmung auf dem Hermann-Wisser-Sportplatz. „Die
Bogensportler sind wie eine große Familie, bei der Jung und Alt zusammen
kommen“, erklärte Rietzrau weiter. Einen großen Dank richtete Rietzrau an
die vielen Helfer, an die Sponsoren, an die Stadt und die vier fehmarnschen
Handwerksfirmen, die die 60 Scheibenständer gebaut und kostenlos zur
Verfügung gestellt hatten. „Eine rundum gelungene Veranstaltung“, so
Rietzrau abschließend. Im Rahmenproramm auf dem Marktplatz begeisterte die
Bauchtanzgruppe Nur El Hayat unter der Leistung von Sandra Dudda mit einem
einstündigen Programm auf einem noch einmal verbesserten Niveau. Die Gruppe
erhielt immer wieder prasselnden Applaus.
Volker Sieber gewinnt die Silbermedaille
FEHMARN (lb) -
Bei optimalen Bedingungen haben die Deutschen Meisterschaften im Bogensport
gestern morgen begonnen. Dabei konnte Volker Sieber (Griebeler SV) aus
ostholsteinischer Sicht mit der Silbermedaille in der Altersklasse einen
tollen Erfolg verbuchen.

© Lars Braesch
Volker Sieber (links) sicherte sich mit 616 Ringen
die Silbermedaille in der Altersklasse. Mit der Mannschaft wurde er
Sechster. Ein toller Erfolg für Ostholstein
Auf 616 Ringe hatte er es in der Altersklasse mit dem Recurve-Bogen
geschafft. Die Deutsche Meisterschaft sicherte sich Adolf Mohr (SG Kirberg)
mit 619 Ringen. Dritter wurde Thorsten Gahlow (BS Opladen) mit 614 Ringen.
Auch mit der Mannschaft war Sieber erfolgreich. Er schaffte mit seinen
Mannschaftskollegen Stefan Dost und Willy Broders mit 1 666 Ringen einen
hervorragenden sechsten Platz. Über den Meisterschaftspokal konnte sich die
Mannschaft des SV Seeheim mit 1 775 Ringen vor der BSG Osterholz-Scharmbeck
(1 768 Ringe) freuen. Dritte mit 1 758 Ringen wurden die Schützen der BS
Opladen. Sie erzielten 1 758 Ringe. Dost und Broders schlossen sich dem
Griebeler SV an, um überhaupt an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen zu
können. Sie starten sonst für den SV Göhl. Schon bei der offiziellen
Begrüßung durch den Bogenreferenten des Deutschen Schützenbundes (DSB),
Klaus Lindau und die Bundesfrauenbeauftragte des DSB Renate Koch sowie dem
Hauptwettkampfrichter Walter Tuchlinski herrschte schon reges Treiben auf
dem Hermann-Wisser-Sportplatz. Zuvor hatten die Bogenschützen ihre
Trainingspfeile auf 60 Scheiben in 70 Meter Entfernung ins Ziel gebracht.
Die Stimmung bei den Lokalmatadoren Sieber, Dost und Broders war gut.
Impressionen von den Deutschen Meisterschaften
„Wir schießen aus Spaß und für uns ist es eine große Ehre hier überhaupt
mitschießen zu dürfen“ erklärte Sieber vor dem Schießen. Dann ging es
pünktlich um 9 Uhr los mit dem Wettkampf. Zweimal 36 Pfeile mussten ins Ziel
gebracht werden, am besten ins Gold. Der Schießablauf wird bei einem Turnier
durch eine Ampel und ein akustisches Signal (Hupe) gesteuert. Bei einem
zweimaligen Hupen treten die A und B Schützen auf die Schießlinie. Dann
haben die Schützen 20 Sekunden Zeit für die Schießvorbereitung. Dann ertönt
erneut ein Hupsignal und die Ampel schaltet von rot auf grün um. Nun hatten
die Schützen vier Minuten Zeit, um ihre sechs Pfeile abzugeben. Anschließend
traten die C und D-Schützen auf die Schießlinie. Sie hatten ebenfalls
nach 20 Sekunden Schießvorbereitung vier Minuten Zeit für die Schussabgabe.
Das einmalige Schießen und das Pfeile holen bezeichnet man im Bogensport als
Passe. Sechs-Pfeil-Passen werden bei Meisterschaften im Freien
geschossen, um die lange Zeit beim Holen der Pfeile zu verkürzen. Auch von
einem Filmteam des NDR, das einen Beitrag für das Schleswig-Holstein
Magazin drehte, ließ sich Volker Sieber nicht aus der Ruhe bringen. Sogar
bei der Trefferaufnahme nahm sich Sieber Zeit, um Fragen der Journalisten zu
beantworten. Die Trefferaufnahme nehmen die Bogenschützen selbst vor. Per
Datenkabel gingen die Ergebnisse in die in der Sporthalle eingerichtete EDV-Zentrale.
Ebenfalls wurden sie von einem Schreiber, den die Schützen selbst bestimmten
auf dem Schießzettel notiert. Vor der Siegerehrung am Mittag traten die
Nachwuchsbauchtänzerinnen der Gruppe „NUR el HAYAT“ auf. Sie präsentieren
heute um 19 Uhr auf der Bunten Meile auf dem Marktplatz Auszüge aus ihrem
Musical „Orient trifft Okzident II“. „Ich bin schon auf zwölf Deutschen
Meisterschaften gewesen, aber eine Bunte Meile erlebe ich zum ersten Mal“,
berichtete Landesbogenreferent Thomas Hartmann. Noch bis Sonntag ermitteln
die Bogenschützen ihre Meister.
ESV liegt voll im Zeitplan
Fehmarn - FEHMARN (lb) · Riesengroßer Andrang herrscht
am kommenden Wochenende auf der Sonneninsel. Fehmarn begrüßt die besten 706
Bogenschützen aus ganz Deutschland. Sie haben sich für die Deutschen
Meisterschaften qualifiziert. Der kleine Eisenbahner Sportverein (ESV) Insel
Fehmarn hat die große Ehre die Meisterschaften ausrichten zu dürfen, die
erstmalig in Schleswig-Holstein stattfinden.

Jan Luca Dreier, Harry Minde, Horst Lafrenz und Gunnar Schöning (von
links) richteten die 60 Scheiben auf dem Hermann-Wisser-Sportplatz
für die Deutschen Meisterschaften im Bogensport aus.
30 Starter kommen aus dem Land zwischen den Meeren. Darunter befinden
sich fünf Ostholsteiner. Dennis Baldin (TSV DG Holsteinische Schweiz) hat
sich als Vierter auf Landesebene in der Schützenklasse qualifiziert. Lucian
Werner (SV Griebel) schrammte bei den Landesmeisterschaften knapp an der
Bronzemedaille vorbei, sicherte sich jedoch ein Startrecht für Burg. Mit
Volker Sieber, Stefan Dost und Willy Broders gehen die Landesvizemeister als
Altersklassenteam an den Start. Das Team aus Griebel hat durchaus
Medaillenchancen. Doch dies ist beim Bogensport immer sehr schwer zu sagen,
da es keine Favoriten gibt. Insgesamt werden 18 Einzeltitel und zehn
Mannschaftstitel ausgeschossen. Doch nicht nur die Schützen selbst machen
sich auf den Weg nach Fehmarn sondern auch ein riesiger Tross aus Trainern,
Betreuern und Familien. Es wird mit 2 200 Menschen gerechnet.
Gestern wurde schon eifrig gearbeitet auf dem Hermann-Wisser-Sportplatz.
Die 60 Scheiben wurden gesetzt und ausgerichtet. „Wir sind bestens gerüstet
und liegen zwölf Stunden vor dem von uns selbst gesetzten Zeitplan“, freute
sich Organisator Florian Rietzrau. Auch Radio Schleswig-Holstein war
gestern vor Ort und führte mit ESV-Bogenspartenleiterin Tanja Reiter
ein Interview. Für Freitag hat sich ein Fernsehteam des NDR angekündigt. Die
Platzabnahme erfolgt heute um 12 Uhr durch den Deutschen Schützenbund.
Jedoch bevor es ernst wird auf dem Hermann-Wisser-Sportplatz
werden Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt und Tourismusdirektorin Imke
Bolle heute um 18 Uhr die „Bunte Meile“ unter dem Motto „Deutschland zu Gast
auf Fehmarn“ zu den Deutschen Meisterschaften auf dem Marktplatz eröffnen.
Mit der Meile will der ESV für den Bogensport werben. Dann wird es am
Freitag ab 7.30 Uhr ernst für die Schützen. Die Startnummern werden
ausgeben. Anschließend stellen sich die Schützen um 8 Uhr in Reih und Glied
auf dem Hermann-Wisser-Platz zur offiziellen Begrüßung durch Ute
Barths, 2. Vorsitzender Kreisschützenverband Ostholstein, sowie von
Vertretern des Norddeutschen Schützenbundes und des Deutschen
Schützenbundes. Nach dem die Trainingspfeile verschossen worden sind,
beginnt um 9 Uhr der Wettkampf. Der gleiche Zeitplan ist bis auf die
Begrüßung für Sonnabend und Sonntag geplant.
Um jeweils 11 Uhr öffnen die Stände auf der Bunten Meile. Auf dem
Marktplatz sind an allen drei Tagen regelmäßige Ergebnisdurchsagen geplant.
Die Deutschen Meister werden am Freitag und am Sonnabend um jeweils 20 Uhr
auf dem Marktplatz bekannt gegeben. Am Sonntag ist die Bekanntgabe für 19
Uhr terminiert. Dazu gibt es an allen drei Tagen Livemusik: Freitag und
Sonnabend bis 22 Uhr, am Sonntag bis 20 Uhr. Auszüge aus ihrem Musical
„Orient trifft Okzident II“ präsentiert die Bauchtanzgruppe „NUR el HAYAT“
am Sonnabend ab 19 Uhr auf dem Marktplatz. Das Musical soll im März 2011 in
ganzer Länge uraufgeführt werden.
18 Einzel- und zehn Mannschaftstitel zu vergeben
Die Kitesurf Trophy ist vorbei, die Deutschen
Meisterschaften im Bogenschießen kommen.

© f24
Die Deutschen Meisterschaften im Bogenschießen finden
am Wochenende auf Fehmarn statt.
FEHMARN (wi) - Es ist das Sportereignis des Jahres auf Fehmarn: Vom 20.
bis zum 22. August finden die Deutschen Meisterschaften im Bogenschießen in
Burg statt. Veranstalter ist der kleine Eisenbahner Sportverein Insel (ESV
Insel), der dann rund 1500 Sportler und Begleiter zu Gast hat.
Auf dem Hermann-Wisser-Sportplatz beginnen die Schießen bereits
am Freitag (20. August) um 9 Uhr. Jeweils zweimal 36 Pfeile auf eine 70
Meter entfernte Scheibe sind zu schießen.
Insgesamt werden 18 Einzel- und zehn Deutsche Mannschaftsmeister
ermittelt.
Auf dem Sportplatz und auch auf dem Markt gibt es viel Programm.
Offiziell eröffnet Bürgermeister Schmiedt die Deutschen Meisterschaften
am Freitag um 18 Uhr auf dem Marktplatz.
„Deutschland zu Gast auf Fehmarn“
Von Lars Braesch FEHMARN -
Die Vorbereitungszeit für die Deutschen Meisterschaften im Bogensport geht
in die heiße Phase. Vom 20. bis 22. August werden 706 Bogenschützen aus ganz
Deutschland den Weg nach Fehmarn finden. Der ESV Insel richtet zum ersten
Mal in Schleswig-Holstein eine Deutsche Meisterschaft aus. Was für eine
Herausforderung. Die Planung läuft schon seit zweieinhalb Jahren. Es gehört
viel, viel mehr dazu, als man denkt.

706 Bogenschützen aus ganz Deutschland werden bei der Deutschen
Meisterschaft auf Fehmarn erwartet. Es sind die ersten Meisterschaften
in Schleswig-Holstein. Der ESV sucht noch weitere Helfer und
Unterkünfte für die Schützen.
2 200 Menschen sollen ein Quartier finden – und das mitten in der
Hochsaison. Denn nicht nur die Schützen selbst kommen auf die Sonneninsel,
sondern auch ein riesengroßer Anhang aus Trainern, Betreuern und Familie.
Nur 30 Teilnehmer kommen aus Schleswig-Holstein. Darunter befindet sich
kein ESVer. „Wir konzentrieren uns ganz auf die Gastgeberrolle“, erklärt
Organisator Florian Rietzrau. Bogenschießen ist wie eine große Familie,
wobei bei den meisten Schützen die Teilnahme an der Meisterschaft an sich im
Vordergrund steht. Während die Sportler auf dem Hermann-Wisser-Platz
ihre Meister ausschießen, gibt es auf dem Marktplatz eine bunte Meile zum
Motto „Deutschland zu Gast auf Fehmarn“. „Hier werden jung und alt
zusammentreffen. Wir wollen den Gästen und Einheimischen den Bogensport
näher bringen“, so Rietzrau weiter. Auch soll hier traditionelles
Bogenschießen angeboten werden. Eine Liveübertragung auf den Marktplatz ist
in Planung. „Entweder werden wir Bewegtbilder oder Standbilder vom Wisser-Platz
auf den Marktplatz übertragen“, so der Organisator weiter. Doch schöner ist
es natürlich, wenn man hautnah mit den Schützen auf dem Wisser mitfiebert.
Die Finals werden im Modus eins gegen eins ausgeschossen. „Die Meisterschaft
kann sich mit dem letzten Schuss entscheiden. Wer da eine Neun schießt, hat
verloren“, weiß Rietzrau zu berichten. Das Teilnehmerfeld enthält einige
Hochkaräter, die schon bei den Olympischen Spielen und international für
Aufsehen gesorgt haben. Jedoch gibt es keine Favoriten. „Ein Schütze kann im
Vorkampf bluffen und wird 32., weil er Feinheiten an seinem Bogen
eingestellt hat. Geistig liegt ihm jedoch vielleicht die 1-gegen 1-Situation
mehr, sodass er auch als Letzter im Vorkampf doch noch Deutscher Meister
werden kann“, erläuterte Rietzrau den Reiz des Bogenschießens. Doch dann
hatte Rietzrau zumindest einen Medaillenanwärter aus Ostholstein: „Der
Herrenmannschaft des Griebel SV traue ich den Sprung auf das Treppchen zu“.
Doch müssen die drei Schützen für eine Medaille ein gutes Zusammenspiel
abliefern. Auf 60 Scheiben in 70 Metern Entfernung probieren die Schützen
ihre Pfeile möglichst in die Zehn zu bringen. Die Scheibenständer stellten
vier hiesige Handwerksfirmen für den ESV her. Auch mussten 60 Pavillons
beschafft werden, in denen sich die Schützen unmittelbar vor ihrer
Schussabgabe vorbereiten. Die Mammutaufgabe der Verpflegung will der ESV
alleine wuppen. Ein großes Verpflegungszelt wird auf dem Wisser errichtet.
Hier rechnet Rietzrau mit einem enormen Verbrauch. „Mindestens 120 Kilogramm
Salat, 1 000 Würstchen und 500 Liter Kaffee werden weggehen“, ist sich
Rietzrau sicher. Er machte sich nach dem Zuschlag für den ESV selbst ein
Bild bei den Deutschen Meisterschaften 2008 im niedersächsischen
Hohenhameln. „Es ist eine ganz andere Dimension“, schwärmte Rietzrau von
seinen Eindrücken. Über 10 000 Euro wird die Meisterschaft dem ESV zunächst
kosten. „So ein bisschen leidgeplagt sind wir durch die Schuleröffnung am
20. August. Wir mussten einen Toilettenwagen und Dixi-Klos zusätzlich
anmieten“, so der Organisator weiter. Doch gleichzeitig hofft der ESV von
der Eröffnung des Neubaus der Inselschule zu profitieren. Ministerpräsident
Peter Harry Carstensen hat sein Kommen zur Schuleröffnung zugesagt. „Wir
würden uns natürlich sehr über einen Besuch des Landesvaters freuen. Eine
Einladung ist bereits auf dem Weg nach Kiel“, berichtete Rietzrau weiter.
Zwei große Herausforderungen hält das Organisationsteam noch weiter auf
Trab. Es werden weiterhin noch Helfer für die Meisterschaften gesucht. Durch
die späte Veröffentlichung der Limitzahlen am 21. Juli sind viele Schützen
noch auf der Suche nach Unterkünften auf Fehmarn und dem nahen Festland.
Wenn es irgendwo noch freie Kapazitäten gibt, wird der ESV sie gerne
weiterleiten. Interessierte Helfer und Gästevermieter wenden sich an
Koordinator Florian Rietzrau entweder unter z 0 43 71 / 31 00 oder per Mail
unter ESV-Fehmarn@gmx.de.
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